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Retromemo:
05.08.2026 21:25
Wer im Wald nach Himbeeren piepst, kriegt im Kiez sofort das Lösch-Skript bar auf die Kralle! Veteranen lesen nix zu Ende und speichern nie! BÄM! ??
Rocko:
31.07.2026 10:27
„Da sind sie wieder, meine drei Probleme: Vergesslichkeit, Dings und das andere.“ ??‍♂️??
Retromemo:
29.07.2026 18:20
? Neeee alles gut, ich kümmer mich drum ?????????☕
Retromemo:
29.07.2026 18:19
„Das liegt außerhalb meines subjektiven Relevanzkorridors.“ ????
Schwarzfahrer:
27.07.2026 16:13
Und wenn ihr schon dabei seid, Shoutbox ohne Zeilenumbruch und ohne Avatar Anzeige ??? Ging doch bei userem alten Forum ?? warum jetzt nicht ??? ???

Forum Retromemos Forum Rund um die damalige Gamingwelt unsere ersten selbstgebrannten Musik CDs

unsere ersten selbstgebrannten Musik CDs

Post von Retromemo » 14.07.2026 15:41:08


„Der Duft von frischem Kunststoff am Morgen – Als wir zu den ultimativen DJs der eigenen Stereoanlage wurden!“

Wir schreiben das Jahr 1999 und den Beginn der 2000er-Jahre. Nachdem wir unsere Festplatten fleißig mit MP3s aus den Tauschbörsen gefüllt und in Winamp sortiert hatten, standen wir vor dem nächsten logistischen Problem: Wie bekamen wir die Musik vom PC ins Auto oder auf die heimische HiFi-Anlage? Die Antwort war ein technisches Wunderwerk, das in keinem stolzen PC-Gehäuse fehlen durfte: der CD-Brenner!

Für unsere Ü50Surfer und die damaligen Musik-Enthusiasten war das der endgültige Abschied vom klassischen Kassettendeck. Wir nahmen die Musikproduktion selbst in die Hand und wurden zu den Schöpfern der legendären „Mix-CDs“.

? Das Ritual des Brennens: Die Jagd nach dem „Rohling“

Wer eine eigene CD erstellen wollte, musste erst einmal einkaufen gehen. Man kaufte die glänzenden Scheiben („Rohlinge“) nicht einzeln, sondern in riesigen Plastikspindeln – den berüchtigten 25er- oder 50er-Spindeln von Marken wie Verbatim, TDK oder Sony.

  • Es gab zwei Varianten: CD-R (einmal beschreibbar) und die teureren CD-RW (wiederbeschreibbar).
  • Ein ungeschriebenes Gesetz besagte, dass man die Rohlinge mit der besten „Brenngeschwindigkeit“ kaufen musste. Wer einen modernen „4x“- oder „8x“-Brenner besaß, brauchte für eine volle Musik-CD immerhin noch gut 15 bis 20 Minuten!

? Der Albtraum beim Brennvorgang: Der „Buffer Underrun“

Das Brennen einer CD war kein Selbstläufer, sondern ein hochgradig nervöser Nervenkrieg. Programme wie Nero Burning ROM (mit dem brennenden Kolosseum als Logo) oder WinOnCD waren das Werkzeug der Wahl. Sobald man auf den Button „CD brennen“ klickte, hieß es: Bloß nicht bewegen!

Die alten Brenner besaßen noch keinen Schutz gegen Datenabrisse. Wenn der Computer während des Brennens kurz ins Stocken geriet – weil man es gewagt hatte, die Maus zu bewegen, ein Word-Dokument zu öffnen oder Karl Klammer auftauchte –, passierte die Katastrophe: Der gefürchtete Buffer Underrun (Pufferunterlauf)!

Der Brennvorgang brach gnadenlos ab, der Rohling war zerstört und hieß in der Gamersprache ab diesem Moment nur noch: „Untersetzer“. Unzählige dieser unbrauchbaren, silbernen Scheiben landeten im Müll oder endeten, genau wie die AOL-CDs, als Vogelschreck im Kirschbaum.

?️ Die Kunst der Personalisierung

War die CD erst einmal fehlerfrei gebrannt, folgte der kreative Teil. Eine echte Mix-CD durfte nicht nackt bleiben:

  • Der Filzstift: Mit dem wasserfesten Edding oder speziellen CD-Markern wurde der Titel der CD (z. B. „Sommer-Hits 2000“ oder „Best of Rock“) in feinster Handschrift auf die Oberseite geschrieben.
  • Die Cover-Drucker: Wer es besonders professionell wollte, nutzte Programme, um die Inlays für die Plastikhüllen (Jewel Cases) auszudrucken. Perfekt zugeschnitten und gefaltet sah die CD fast aus wie aus dem Plattenladen!
  • Die Auto-Playlist: Das absolute Highlight war der Moment, in dem man die frisch gebrannte Scheibe ins brandneue CD-Autoradio schob und der erste Track ohne Ruckeln anfing zu spielen. Das war pures Glück.

Jetzt seid ihr dran, liebe Musik-Produzenten und CD-Veteranen!

  • Wie viele „Untersetzer“ habt ihr damals produziert, bevor ihr gelernt habt, während des Brennens den Raum nicht einmal zu betreten?
  • Welches Brennprogramm war euer Favorit: Nero oder doch ein anderes?
  • Und welche Musik-Kombinationen durften auf eurer allerersten eigenen Mix-CD auf gar keinen Fall fehlen?

Teilt eure besten Erinnerungen und Anekdoten aus der Ära der CD-Brenner mit uns in den Kommentaren!

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